In 18 Tagen finden bei uns die Parlamentswahlen statt. Seit den letzten Wahlen im Jahr 2007 hat sich der Einsatz der neuen Technologien (Twitter, Facebook und andere sogenannte Social Media) in der Politik stark verstärkt.
Barack Obama nutzte wohl als erster Politiker Social Media so erfolgreich für einen Wahlkampf. Durch seine Internet-Kampagne konnten Millionen Nutzer verschiedener Plattformen gewonnen werden, davon wurden unzählige Freiwillige Helfer rekrutiert. Über das Internet wurden zudem 500 Millionen Dollar Spenden gesammelt – dies ist fast 2/3 der gesamten Spendeneinnahmen.
Parteien und Politiker in der Schweiz setzen nun vermehrt auch auf Social Media. Doch dies als Erfolgsrezept zu bezeichen, wäre sicherlich falsch. Denn, was Obama mit Facebook und Co. erreichte, kann nicht einfach auf die Schweiz 1:1 abgebildet werden. Unsere politische Landschaft ist nicht vergleichbar mit dem Zweiparteiensystem, das in den USA herrscht. Von immensen Spenden übers Internet können schweizer Parteien in naher Zukunft wahrscheinlich nur träumen. Zwar versuchen alle Parteien auf diesem Weg zu Geld zu gelangen, allerdings mit bescheidenem Erfolg. CVP-Generalsekretär Tim Frey meint: «Der Brief mit Einzahlungsschein bleibt das wichtigste Mittel fürs Fundraising».
Doch was bringt es den Parteien, auf den verschiedene Plattformen Präsenz zu zeigen? Haben Parteien mit viel Engagement im Social Media-Bereich wesentliche Vorteile? Können Parteien auf diesem Wege mehr Stimmen gewinnen, als nur auf herkömmlicher Art? Auf all den neuen Kanälen verbreiten sich Nachrichten extrem schnell. Dies eröffnet neue Möglichkeiten. Aber stecken auch Gefahren dahinter, können z.B. Falschmeldungen sogar Image-Schäden verursachen?
Diese und andere Fragen werde ich in den folgenden Beiträgen genauer unter die Lupe nehmen und ich hoffe auf das ein oder andere Resultat zu kommen.
[...] möchte nun versuchen die Fragen, die ich in meinem ersten Beitrag gestellt habe zu [...]