Grafik aus 20min-Artikel, 25.10.2011
Laut einer Nachwahlbefragung von GFS Bern nutzten die wenigsten Social Media, um sich über die Wahlen 2011 zu informieren. Die Wirkung von Facebook und Twitter ist darum sehr beschränkt.
Bei den Wählenden, die sich in den letzten drei Wochen vor den Wahlen entschieden hatten, nutzen gemäss Befragung lediglich 6 Prozent Social Media. 90 Prozent der Befragten gaben an Facebook und Co. nicht genutzt zu haben.
Online-Wahlhilfen wie Smartvote und Vimentis, haben da eine höhere Nutzung. 14 Prozent nutzen diese Wahlhilfe. Allerdings sind diese Instrumente in der Bevölkerung noch nicht sehr bekannt.
Die Mehrheit der Befragten bevorzugten weiterhin die konventionellen Medien. 76 Prozent informierte sich über Zeitungsartikel, 68 Prozent über das Radio und Fernsehen. Auch Plakate und Inserate nutzten 33 Prozent als Nebenbei-Nutzung.
Obwohl in letzter Zeit viel über Soziale Medien diskutiert wurde, sind diese kaum genutzt worden, um sich über die kommenden Wahlen zu informieren. Lukas Golder vom Forschungsinstitut GFS meint: “Soziale Medien sind erst als Sprungbrett zu anderen Medien wichtig”.
Betrachtet man diese Resultate, kann man wohl davon ausgehen, dass in den Wahlen 2011 kaum neue Wählerstimmen dank Social Media dazugewonnen werden konnten. War der ganze Aufwand für die Parteien im Social Web also umsonst?

Zur Frage, warum die Wähler Social Media so wenig nutzen, gibt möglicherweise eine aktuelle Studie eine Antwort: Studie zeigt grosse Skepsis zur digitalen Demokratisierung in der Schweiz.
[...] konnten ziemlich sicher nicht durch ihre Präsenz auf Facebook und Co. dazugewonnen werden. Denn die Wähler nahmen kaum Gebrauch, um sich über Social Media zu informieren. Sie bevorzugen immer noch die Informationsquellen [...]