Ich habe hier, aus meiner Sicht, einige wichtige Statements aus verschiedenen Online-Artikel bezüglich Social Media und Politik in der Schweiz zusammen getragen. Diese habe ich zeitlich vor und nach den Wahlen eingeordnet.
Vor den Wahlen vom 23. Oktober 2011:
- Formel für den Einsatz von Social-Media im Wahlkampf: «Authentizität, Unterhaltung, Aktualität»
CVP-Politiker Philipp Kutter, 1. Juni 2011
- „Kommunikation mit Social-Media ist ein langfristiges Engagement, das sich erst nach Jahren ausbezahlt. Es geht nicht nur um Authentizität, sondern auch um Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Ein Engagement auf Social-Media funktioniert deshalb eben doch nur über klare Positionen, die man mit der Wählerschaft im Dialog erarbeitet.“
edemokratie.ch, 1. Juni 2011
- «Die meisten denken: “In der Schweiz sind 2011 Social Media noch nicht wahlrelevant.” Und die, die es dann gewusst haben wollen, ergänzen: “Aber 2015 sind sie’s.” – Wir sind überzeugt: Social Media haben unsere Politik – auch in der Schweiz – bereits verändert. Und der Wandel geht weiter.
politnetz.ch, 1. Juni 2011
- «Über Social Media bedienen wir eine junge Zielgruppe, die aber eine tiefe Wahlbeteiligung aufweist.»
Tim Frey, CVP, 15. Juli 2011
- «Heute gewinnt man keinen Wahlkampf mehr ohne Internet. … Alleine über das Internet gewinnt man auch noch keinen Wahlkampf»
SVP-Nationalrätin Natalie Rickli, 14. September 2011
- «Wir erreichen über das Internet Leute, die wir sonst nicht erreichen würden»
Online-Campaigner der SP, 14. September 2011
Nach den Wahlen:
- «Der Wahlkampf der eidgenössischen Wahlen wurde von den Politikern verstärkt im Internet geführt. Zwar nutzen die Politiker immer mehr Soziale Netzwerke und Blogs, doch wahlentscheidend waren diese Wahlkampfinstrumente noch nicht. … Den direkten Kontakt mit den Wählern sei die wichtigste Ausprägung dieser Plattformen. So lassen sich zukünftig billig und schnell die jeweiligen Anhänger mobilisieren.»
Iwan Rickenbacher, Politikexperte, 24. Oktober 2011
- «In den letzten Wochen und Monaten wurde viel stärker über Soziale Medien und Wahlhilfen diskutiert, als sie tatsächlich genutzt wurden. … Soziale Medien sind erst als Sprungbrett zu anderen Medien wichtig.»
Lukas Golder, Forschungsinstitut GFS Bern, 25. Oktober 2011
- Dem Internet wird kein grosses Vertrauen entgegengebracht: Nur ein Fünftel (22 Prozent) der Schweizer Bevölkerung glaubt, dass es im Internet sicher ist zu sagen, was immer man über Politik denkt.
Universiät Zürich, 28. November 2011